Kristallheilkunde · Steinporträt

Pyrit

Pyrit ist ein Stein in Metallisches Gold, traditionell verbunden mit Selbstvertrauen, Energie, Schutz.

Pyrit, ein geschliffenes Exemplar

Das Wichtigste

Familie
Sulfid
Zusammensetzung
FeS₂
Kristallsystem
Kubisch
Härte (Mohs)
6–6.5
Farbe
Metallisches Gold
Chakra
Solarplexuschakra
Elemente
Feuer/Erde
Tierkreis
Löwe

Pyrit, mineralogisch betrachtet

Pyrit ist ein Eisendisulfid, das kubisch kristallisiert, und es tut das mit einer Strenge, die in der Natur selten ist: perfekte Würfel, Oktaeder, zwölfflächige Pyritoeder. Die Würfel von Navajún in der spanischen Rioja kommen mit wie gezogenen Kanten aus ihrem Mergel, ganz ohne Schliff. Peru, Elba und China liefern weitere Prachtstücke.

Sein goldener Glanz brachte ihm den Namen Katzengold ein, doch die beiden sind schnell zu trennen: Gold ist weich und dehnbar, Pyrit hart und spröde. Der klassische Test ist der Strich. Auf unglasiertem Porzellan hinterlässt Pyrit eine grünschwarze Spur, Gold eine gelbe.

Pyrit, nach der Tradition

Der Pyrit trägt den goldenen Glanz des Metalls, ein unverstelltes Licht, das die Tradition mit dem Solarplexus, mit Vertrauen und innerem Strahlen verbindet. Man verbindet ihn mit dem Mut, auf die eigenen Ziele zuzugehen, während man eine schützende Hülle um sich behält. Seine warme Farbe erinnert an eine Sonne, die wärmt, ohne zu verbrennen, die ruhige Sicherheit dessen, der weiß, wohin er geht. Leg ihn an Tagen, an denen du dich motiviert und entschlossen fühlen möchtest, auf den Schreibtisch. Sieh ihn vor einer Herausforderung an, als Erinnerung daran, dass du auf deine eigene Art strahlen kannst.

Affirmation„Ich strahle und schütze mich.“

Der Stein, der Funken schlägt

Lange bevor er Sammlerstück war, war Pyrit Werkzeug. Gegen Feuerstein oder Stahl geschlagen gibt er Funken, und die Menschheit hat damit seit der Steinzeit Feuer gemacht. Noch im 16. Jahrhundert arbeitete das Radschloss der Handfeuerwaffen mit einem Stück Pyrit. Sein griechischer Name, pyrites lithos, sagt genau das: der Stein des Feuers.

In Deutschland hat er Bergbaugeschichte geschrieben. Am Rammelsberg bei Goslar wurde über tausend Jahre lang schwefelkiesreiches Erz gefördert; die Anlage steht heute auf der Welterbeliste. Und im vorkolumbischen Amerika fand man polierte Pyritspiegel in Gräbern, von Mexiko bis Peru, wohl ebenso Schmuck wie Werkzeug der Wahrsagung.

Pyrit anwenden

Schreibtisch, Ziele, Mut.

Reinigung

Klang, Räuchern; ein trockenes Tuch.

Aufladen

Kurze, sanfte Sonne oder Mondlicht; Intention; fernhalten von Feuchtigkeit.

Häufige Fragen

Darf Pyrit ins Wasser?
Nein. Feuchtigkeit setzt die Pyritzersetzung in Gang: Der Stein blüht weißlich aus, riecht schweflig und zerfällt langfristig. Trocken lagern und trocken abstauben.
Warum riecht mein Pyrit nach Schwefel?
Weil er in feuchter Luft langsam oxidiert und dabei Schwefelsäure bildet. Ein trockener, gut belüfteter Platz stoppt den Prozess; ein Beutel Silicagel in der Vitrine hilft zusätzlich.
Wie unterscheide ich Pyrit von Gold?
Mit Fingernagel und Nadel. Gold lässt sich verformen, Pyrit splittert. Und der Strich auf einer rauen Porzellanscherbe ist bei Pyrit grünschwarz statt gelb.
Was ist der Unterschied zwischen Pyrit und Markasit?
Gleiche Formel, andere Kristallstruktur. Markasit ist deutlich instabiler und zerfällt schneller. Was Juweliere Markasit nennen, ist übrigens meist geschliffener Pyrit.

Quellen

  • Judy Hall, The Crystal Bible, Godsfield Press, 2003.
  • Robert Simmons & Naisha Ahsian, The Book of Stones, North Atlantic Books, 2007.