Kristallheilkunde · Steinporträt
Chrysopras
Chrysopras ist ein Stein in Apfelgrün, traditionell verbunden mit Selbstliebe, Zuversicht, Loslassen.
Das Wichtigste
- Familie
- Chalcedon
- Zusammensetzung
- SiO₂ (mit Ni)
- Kristallsystem
- Trigonal
- Härte (Mohs)
- 6.5–7
- Farbe
- Apfelgrün
- Chakra
- Herzchakra
- Elemente
- Erde/Wasser
- Tierkreis
- Stier
Was den Chrysopras grün macht
Chrysopras gehört zur großen Familie der Chalcedone: Quarz mit so feinen Kristallen, dass das Auge sie nicht mehr trennt, was ihm sein weiches, fast wächsernes Aussehen gibt. Seine Farbe stammt nicht wie bei vielen grünen Steinen vom Chrom, sondern von winzigen Nickelverbindungen, die in der Kieselsäure eingeschlossen sind.
Die schönsten Vorkommen liegen heute in Australien, in der Region Marlborough in Queensland. Historisch versorgte Schlesien Europa, dazu kommen Tansania und Kasachstan. Edelqualität bleibt selten, weshalb Chrysopras der teuerste aller Chalcedone ist, weit vor Karneol und Achat.
Chrysopras, nach der Tradition
Der Chrysopras entfaltet ein zartes Apfelgrün, frisch wie ein Blatt im Frühling. Die Tradition verbindet ihn mit Sanftheit dir selbst gegenüber, mit Optimismus und jener Lust, ein Kapitel abzuschließen, um sich der Erneuerung zu öffnen. Sein heller, lebendiger Ton erinnert an die ersten Triebe, jenen Moment, in dem alles ganz sacht wieder beginnt. Trag ihn als Schmuck oder leg ihn während einer Meditation auf dein Herz. Nimm ihn an, wenn du spürst, dass es Zeit ist, loszulassen, was schwer wog, und dir mehr Zärtlichkeit zu schenken.
Affirmation„Ich öffne mich der Erneuerung.“
Von Schlesien nach Potsdam
Der Chrysopras hatte fürstliche Zeiten. Die Wenzelskapelle im Prager Veitsdom, im 14. Jahrhundert unter Karl IV. ausgestattet, ist mit ihm, mit Amethyst und mit Jaspis ausgekleidet. Und Friedrich II. von Preußen liebte ihn so sehr, dass er ihn in seinen Potsdamer Schlössern verbauen ließ; die schlesischen Gruben, die das Material lieferten, waren damals preußisch.
George Kunz überliefert 1913 zwei hübsche Legenden: Alexander der Große soll einen Chrysopras am Gürtel in die Schlacht getragen haben, und im Mittelalter erzählte man, ein verurteilter Dieb könne den Blicken seiner Richter entgehen, wenn er sich einen Chrysopras in den Mund lege. Aus dem Stein der Unsichtbarkeit ist der Stein der Sanftheit geworden.
Chrysopras anwenden
Schmuck, Meditation auf dem Herzen.
Reinigung
Klares Wasser, Räuchern, Klang.
Aufladen
Mondlicht; Intention.
Häufige Fragen
- Warum wird Chrysopras blass?
- Durch Sonne und Trockenheit. Sein Grün hängt an nickelhaltigen Verbindungen und an Wasser in der feinporigen Struktur; starke Wärme kann die Farbe dauerhaft abschwächen.
- Darf Chrysopras ins Wasser?
- Ja, kurz abspülen ist unproblematisch und tut ihm sogar gut. Hitze, direkte Sonne und Ultraschall meidest du dagegen.
- Ist Chrysopras dasselbe wie Chrysokoll?
- Nein. Chrysokoll ist ein weiches Kupfersilikat in türkisgrünen Tönen. Chrysopras ist Quarz, deutlich härter und apfelgrün.
- Woran erkenne ich gefärbten Chrysopras?
- An zu einheitlichem, grellem Grün und an Farbe in den Rissen. Naturmaterial zeigt Wolken, feine Helligkeitsunterschiede und manchmal braune Adern.
- Woher kommt der Name Chrysopras?
- Aus dem Griechischen: chrysos für Gold und prason für Lauch, also goldgrün wie Lauch. Der Name steht schon bei Plinius, auch wenn dort nicht sicher dasselbe Mineral gemeint war wie heute.