Kristallheilkunde · Steinporträt
Angelit (Anhydrit)
Angelit ist ein Stein in Blassblau, traditionell verbunden mit Ruhe, Intuition, Kommunikation.
Das Wichtigste
- Familie
- Sulfat (Anhydrit)
- Zusammensetzung
- CaSO₄
- Kristallsystem
- Orthorhombisch
- Härte (Mohs)
- 3–3.5
- Farbe
- Blassblau
- Chakra
- Kehlchakra
- Elemente
- Luft
- Tierkreis
- Wassermann
Angelit, mineralogisch betrachtet
Unter seinem Ladennamen verbirgt sich Anhydrit: ein Calciumsulfat, das sich ohne einen Tropfen Wasser in seiner Struktur gebildet hat. Er ist der trockene Bruder des Gipses, und diese Verwandtschaft ist keine Nebensache. Bei längerem Wasserkontakt nimmt Anhydrit Wasser auf und wandelt sich langsam in Gips um, wodurch die Oberfläche unwiderruflich stumpf wird.
Sein sanftes, fast kreidiges Blau wechselt von Block zu Block und wird oft von weißen Adern durchzogen. Nahezu alle Handelsstücke kommen aus der Gegend von Caravelí im Süden Perus. Anhydrit gibt es auch in Mexiko, in Deutschland und in Polen, dort aber selten in diesem Blau. Mit Mohshärte 3 bis 3,5 ritzt ihn eine Messerspitze.
Angelit, nach der Tradition
Der Angelit bietet ein milchig blasses Blau, sanft und ruhig wie ein Himmel, der sich am späten Nachmittag verschleiert. Die Tradition verbindet ihn mit Gelassenheit, mit Intuition und mit einem Wort, das sich behutsam niederlässt. Seine zarte Farbe erinnert an die friedliche Stille einer ruhigen Ecke, fern vom Lärm. Bewahr ihn in deinem Meditationsraum auf, oder halt ihn vor einem Austausch in der Hand, den du in Sanftheit erleben möchtest. Nimm ihn an, wenn du versuchst, dich in Ruhe auszudrücken und zu deiner eigenen Stille zurückzufinden.
Affirmation„Ich kommuniziere mit Sanftheit.“
Ein sehr junger Handelsname
Das Mineral selbst trägt einen alten Namen: Abraham Gottlob Werner taufte den Anhydrit 1804, nach dem griechischen anhydros, wasserlos. In Deutschland kennt ihn jeder Bauingenieur, denn Anhydrit steckt in Estrichen und in den Salzformationen des Zechsteins. Der Name Angelit dagegen taucht erst um 1987 auf, als das peruanische Material auf den Mineralienmarkt kam.
Das Jahr ist kein Zufall: 1987 war das Jahr der Harmonischen Konvergenz, eines Höhepunkts der New-Age-Bewegung, und die engelhafte Taufe ritt auf dieser Welle. Ein lehrreicher Fall, denn ein Stein kann offenbar in einer einzigen Generation Teil der Überlieferung werden. Wer ihm uralte Verwendungen zuschreibt, verwechselt das Mineral, das Steinbrecher und Stuckateure seit Langem kennen, mit einem Handelsnamen, der kaum älter ist als eine Generation.
Angelit anwenden
Meditation; ruhige Ecke.
Reinigung
Klang, Räuchern; trockenes Tuch.
Aufladen
Mondlicht; Intention.
Häufige Fragen
- Darf Angelit ins Wasser?
- Nein, auf keinen Fall. Anhydrit nimmt Wasser auf und wandelt sich in Gips um; die Oberfläche wird rau und weiß, und das lässt sich nicht rückgängig machen. Trocken abstauben genügt.
- Warum ist mein Angelit fleckig geworden?
- Fast immer durch Feuchtigkeit, oft schon durch feuchte Hände oder ein Regal im Badezimmer. Ein trockener, kühler Platz erhält die glatte Fläche.
- Ist Angelit ein anerkannter Mineralname?
- Nein. Der mineralogische Name ist Anhydrit, Angelit ist ein Handelsname aus den späten 1980er-Jahren. Beides bezeichnet denselben Stein.
- Wie unterscheide ich Angelit von Cölestin?
- Angelit ist dicht und undurchsichtig, Cölestin bildet durchscheinende Kristalle in Drusen. Beide sind Sulfate und beide weich, doch das Erscheinungsbild ist sehr verschieden.