Mondtagebuch
Acht Phasen, acht Arten zu schreiben.
Der Mond braucht rund neunundzwanzig einhalb Tage, um seinen Zyklus zu schließen, und jede Phase hat ihre eigene Farbe: Eine Absicht setzt man nicht auf dieselbe Weise wie eine Bilanz. Dieser Weg bietet zu jeder der acht Phasen ein paar ausgewählte Schreibimpulse und eine kleine Geste, um die Seite zu schließen. Öffne die Phase, in der du gerade stehst, nimm dein Heft zur Hand und lass den Himmel den Takt vorgeben.
- Neumond Die dunkelste Nacht des Monats ist auch die einladendste für eine leere Seite.
- Zunehmende Sichel Ein Lichtfaden zeigt sich wieder im Westen: Was du gesät hast, verlangt jetzt eine erste Geste.
- Erstes Viertel Halbmond, genau in der Mitte des Abendhimmels: der Moment, in dem sich die Dinge reiben, und in dem sie sich entscheiden.
- Zunehmender Mond Fast voll, aber noch nicht: Der Mond lehrt dich die Kunst des letzten Schliffs.
- Vollmond Alles ist erleuchtet, auch das, was du gar nicht ansehen wolltest.
- Abnehmender Mond Das Licht beginnt sich zurückzuziehen: die Zeit, weiterzugeben, was der Vollmond dir gezeigt hat.
- Letztes Viertel Die Schattenhälfte hat die Seite gewechselt: Was abgelegt werden muss, wartet darauf, dass du es benennst.
- Abnehmende Sichel Ein letzter Mondfaden in der Morgendämmerung, und die Stille vor dem nächsten Samen.
Um den Zyklus selbst zu verstehen: der Leitfaden zum Mondkalender.