Mondkalender · Finsternisse

Die Sonnenfinsternis vom 26. Januar 2028 ein Ring, der im iberischen Sonnenuntergang verlöscht.

Am 26. Januar 2028 zeichnet eine ringförmige Sonnenfinsternis ihren Feuerring von Ecuador bis zum Norden Brasiliens, durchquert den Atlantik und beendet ihren Lauf bei Sonnenuntergang über dem Südwesten Spaniens und Portugals. Westeuropa sieht am späten Nachmittag eine bescheidene partielle Finsternis, Sonne bereits tief stehend. Globales Maximum um 15:08 Uhr UTC, also 16:08 Uhr in Berlin, Neumond bei 6° Wassermann: die letzte Sonnenfinsternis der Serie Löwe-Wassermann.

Das Wichtigste

Datum
26. Januar 2028
Typ
ringförmige Sonnenfinsternis
Maximum
15:08 Uhr UTC, also 16:08 Uhr in Berlin
Ring sichtbar von
Ecuador, Peru, dem Norden Brasiliens, Surinam, dann dem Südwesten Spaniens und Portugals bei Sonnenuntergang
Partielle sichtbar von
dem Osten Nordamerikas, Mittel- und Südamerika, Westeuropa, dem Nordwesten Afrikas
Besetztes Zeichen
Sonne und Mond bei 6° Wassermann

Was passiert an diesem Tag?

Der Januar-Neumond steht zu weit von der Erde entfernt, um die Sonne vollständig zu bedecken: Seine Scheibe, etwas kleiner als die Sonnenscheibe, lässt einen Lichtring überquellen. Der Kernschatten berührt die Erde im Pazifik, erreicht die Küste Südamerikas über Ecuador und Peru, durchquert das Amazonasgebiet und den Norden Brasiliens und schwingt sich dann über den Atlantik.

Erst ganz am Ende ihres Laufs wendet sie sich Europa zu: Der Ring erreicht den Südwesten der Iberischen Halbinsel genau in dem Moment, in dem die Sonne untergeht. Ein Feuerring, der auf dem atlantischen Horizont ruht, im Schimmer der Dämmerung: ein seltenes Bild, das Fotografen an die andalusischen und portugiesischen Küsten locken wird.

Wo und wie beobachtet man sie?

Auf dem Ringförmigkeitsband bildet sich der Ring in der Tagesmitte auf südamerikanischer Seite (Ecuador, Peru, Norden Brasiliens, Surinam), dann knapp über dem Horizont auf iberischer Seite, ganz am Ende des Nachmittags. Rund um das Band deckt die partielle Phase ein großes Gebiet ab: den Osten Nordamerikas, Mittel- und Südamerika, den Nordwesten Afrikas und Westeuropa.

In Westeuropa ist die Finsternis sichtbar, aber unauffällig: Am späten Nachmittag wird die zum Horizont sinkende Sonne vom Mond angeknabbert, stärker im Südwesten als im Nordosten. Ein freier Westhorizont ist unerlässlich, da sich das Phänomen in der letzten Stunde des Tages abspielt. Und die Regel ändert sich nie: zertifizierte Finsternisbrillen nach ISO 12312-2 vom Anfang bis zum Ende, selbst für eine tief stehende, vom Horizont gerötete Sonne, oder indirekte Beobachtung per Projektion. Sonnenbrillen schützen nicht.

Was die Astrologie darin liest

Dieser verfinsterte Neumond steht bei 6° Wassermann: Es ist die letzte Sonnenfinsternis der im Februar 2026 eröffneten Serie Löwe-Wassermann, jene, die das Kapitel schließt, bevor die Achse Krebs-Steinbock übernimmt. Die Tradition liest diese abschließenden Finsternisse wie Unterschriften am Seitenende: Was die Serie in Bewegung gesetzt hatte, findet seine endgültige Form.

Der Wassermann spricht von gewählten Bindungen, von zirkulierenden Ideen, vom Kollektiv. Ein Abschluss hier lädt dazu ein, sich anzusehen, was zwei Jahre Löwe-Wassermann-Finsternisse in deiner Art, in der Welt und mit anderen zu sein, verschoben haben: was geleuchtet hat, was sich verbunden hat. Ganz ohne Vorzeichen: eine Zeit der Bilanz, vom Himmelskalender vorgelegt.

Und die nächste?

Der Sommer 2028 wird die Fortsetzung bringen: eine partielle Mondfinsternis am 6. Juli, ungünstig für Westeuropa gelegen, dann das große Ereignis des Jahres, die totale Sonnenfinsternis am 22. Juli über Australien und Neuseeland, Sydney mitten im Totalitätsband. Und am 31. Dezember 2028 wird eine totale Mondfinsternis das Jahr im Himmel Westeuropas beschließen.

Häufige Fragen

Wird die Finsternis vom 26. Januar 2028 in Westeuropa sichtbar sein?
Ja, bescheiden: Am späten Nachmittag wird die bereits tief stehende Sonne vom Mond angeknabbert, vor allem im Südwesten des Kontinents. Nötig sind ein freier Westhorizont und zertifizierte Finsternisbrillen nach ISO 12312-2, ohne Ausnahme.
Wo wird der Ring am spektakulärsten sein?
In Südamerika, wo er sich in der Tagesmitte bildet, und noch seltener an den Südwestküsten Spaniens und Portugals, wo sich der Ring genau im Moment des Sonnenuntergangs auf den Horizont legt.

Quellen

  • Traditionelle Bauernalmanache (Vollmondnamen)
  • Maria Thun, Aussaattage