Mondkalender · Finsternisse
Die Mondfinsternis vom 17. August 2027 der verschleierte Vollmond des Pazifiks.
Am 17. August 2027, zwei Wochen nach der spektakulären totalen Sonnenfinsternis, durchquert der Vollmond teilweise den Halbschatten der Erde. Das Maximum liegt bei 7:14 Uhr UTC, also 9:14 Uhr in Berlin: Der Mond steht dann über dem Pazifik, und nur Amerika und Ozeanien haben ihn über dem Horizont. Von Westeuropa aus ist es heller Tag, nichts ist zu sehen. Die Verdunkelung bleibt ohnehin zu schwach für das bloße Auge. Der Mond steht bei 24° Wassermann.
Das Wichtigste
- Datum
- 17. August 2027
- Typ
- Halbschatten-Mondfinsternis
- Maximum
- 7:14 Uhr UTC, also 9:14 Uhr in Berlin
- Sichtbarkeit
- Pazifik, Amerika, Ozeanien; Effekt mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar
- In Westeuropa
- nicht sichtbar (heller Tag, Mond untergegangen)
- Besetztes Zeichen
- Mond bei 24° Wassermann, Sonne im Löwen
Was passiert an diesem Tag?
Finsternisse kommen in Staffeln: Wenn der Neumond die perfekte Ausrichtung gestreift hat, versucht der darauffolgende oder vorausgehende Vollmond seine eigene, spiegelbildlich. Nach der spektakulären totalen Sonnenfinsternis vom 2. August zieht der Vollmond vom 17. August seinerseits nahe an der Sonne-Erde-Achse vorbei, aber nicht nah genug: Er durchquert nur den Halbschatten, jene Zone des Halblichts, die den Kernschatten der Erde säumt.
Etwa ein Drittel der Mondscheibe rutscht im Maximum hinein. Das ist zu wenig für das Auge: Der Lichtabfall am betroffenen Rand bleibt unter der Schwelle, die das menschliche Sehvermögen erkennen kann. Kamerasensoren hingegen sehen einen leichten Verlauf; nächtliche Spaziergänger einen Vollmond wie jeden anderen.
Wo wäre sie sichtbar?
Die Geometrie platziert den Mond zum Zeitpunkt des Maximums über dem Pazifik: Hawaii, Polynesien, Neuseeland und der Westen Amerikas haben ihn am Himmel, mitten in der Nacht oder am frühen Morgen, je nach Längengrad. Nordamerika sieht ihn während der Halbschattenphase zum Westhorizont hin kippen.
Von Westeuropa aus ist der Mond um 9:14 Uhr morgens bereits untergegangen und die Sonne schon hoch am Himmel: Keine Beobachtung möglich, und diesmal nichts zu bedauern, denn der Effekt bleibt selbst dort, wo er sichtbar ist, kaum fassbar. Wenn du einen Mondtermin für später vormerken willst, hält der Kalender Besseres bereit: Die totale Finsternis vom 31. Dezember 2028 wird tatsächlich im Himmel Westeuropas aufgehen.
Was die Astrologie darin liest
Dieser Vollmond steht bei 24° Wassermann, der Sonne im Löwen gegenüber: Er antwortet, mondseitig, auf die große Sonnenfinsternis, die gerade den Löwen entflammt hat. Die Tradition liest Finsternispaare als Dialog: die solare eröffnet, die lunare zieht Bilanz. Hier geschieht die Bilanz im Wassermann, dem Zeichen des Kollektivs, der Freundschaften, der Anliegen, die größer sind als man selbst.
Ihre Zurückhaltung gehört zur Botschaft, die man darin hören kann, wenn man will: Nicht alles entscheidet sich im grellen Licht. Nach dem Feuer des Löwen stellt der Wassermann seine Frage mit leiser Stimme: Womit, mit wem verbindest du das, was du gerade begonnen hast? Eine Frage der Saison, ohne Frist und ohne Vorzeichen.
Und die nächste?
Die nächste Finsternissaison eröffnet das Jahr 2028: eine partielle Mondfinsternis am 12. Januar, von Westeuropa aus am frühen Morgen sichtbar, dann eine ringförmige Sonnenfinsternis am 26. Januar, deren Ring seinen Lauf bei Sonnenuntergang über dem Südwesten der Iberischen Halbinsel beendet. Der Zyklus kippt dann zur Achse Krebs-Steinbock.
Häufige Fragen
- Wird die Finsternis vom 17. August 2027 in Westeuropa sichtbar sein?
- Nein: Im Maximum, um 9:14 Uhr Berliner Zeit, steht der Mond unter dem Horizont und es ist heller Tag. Das Phänomen bleibt dem Pazifik und Amerika vorbehalten, und selbst dort bleibt es mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar.
- Was ist der Unterschied zwischen einer Halbschatten- und einer partiellen Finsternis?
- Bei einer partiellen Finsternis beißt der Mond in den Kernschatten der Erde: Ein dunkler, klar erkennbarer Einschnitt erscheint auf der Scheibe. Bei einer Halbschatten-Finsternis durchquert er nur die Zone des Halblichts, die diesen Schatten umgibt: höchstens ein grauer Schleier, oft nichts Sichtbares.