Mondkalender · Finsternisse
Die Mondfinsternis vom 31. Dezember 2028 ein roter Mond zum Jahresabschluss.
Am 31. Dezember 2028 durchquert der letzte Vollmond des Jahres den Schatten der Erde: eine tiefe totale Mondfinsternis, mit 1 Std. 12 Min. Totalität rund um das Maximum um 16:52 Uhr UTC, also 17:52 Uhr in Berlin. Westeuropa hat den besten Platz: Der Mond geht in der Dämmerung bereits vom Schatten angebissen auf und wird am frühen Abend rot, mitten im Silvesterabend. Europa, Afrika, Asien und Australien teilen sich das Schauspiel. Der Mond steht bei 10° Krebs.
Das Wichtigste
- Datum
- 31. Dezember 2028
- Typ
- tiefe totale Mondfinsternis (Magnitude 1,25)
- Maximum
- 16:52 Uhr UTC, also 17:52 Uhr in Berlin
- Totalität
- von 16:16 bis 17:28 Uhr UTC, also 1 Std. 12 Min.
- Sichtbarkeit
- Europa (Westeuropa eingeschlossen), Afrika, Asien, Australien, Pazifik
- Besetztes Zeichen
- Mond bei 10° Krebs, Sonne im Steinbock
Was passiert an diesem Abend?
Für ihren letzten Auftritt in der Periode 2026-2028 sorgt der Himmel für einen würdigen Abgang: Der Vollmond des Silvesterabends taucht tief in den Schatten der Erde, mit einer Magnitude von 1,25, die kräftig ausgeprägte dunkelrote Töne verspricht. Der Eintritt in den Schatten beginnt um 15:07 Uhr UTC, die Totalität erstreckt sich von 16:16 bis 17:28 Uhr, und der Mond tritt um 18:37 Uhr wieder aus dem Schatten heraus.
Das Rot der Totalität hat nichts Mysteriöses und alles Poetisches: Die Erdatmosphäre beugt das Sonnenlicht und lässt nur die kupferfarbenen Töne durch, diejenigen aller Sonnenauf- und -untergänge der Welt, gleichzeitig auf den Mond projiziert. Eine Stunde und zwölf Minuten lang gönnt sich der letzte Abend des Jahres den Luxus einer roten Laterne, über dem Horizont hängend.
Wo und wie beobachtet man sie?
Westeuropa liegt ideal, mit einem Detail: Alles spielt sich früh am Abend ab. Der Mond geht gegen 17:00 Uhr im Nordosten auf, schon vom Schatten erfasst; die Totalität begleitet ihn von 17:16 bis 18:28 Uhr Berliner Zeit, Mond noch tief stehend. Ein freier Nordosthorizont ist also nötig: eine Ebene, eine Küste, eine hoch gelegene Terrasse. Zur Silvester-Aperitifstunde wird der rote Mond der Mittelpunkt des Himmels sein.
Anderswo auf der Welt sehen Afrika und der Nahe Osten die Totalität mit höher stehendem Mond; Asien hat sie mitten in der Nacht, unter besten Bedingungen; Australien betrachtet sie am frühen Morgen des 1. Januar, das erste Schauspiel des Jahres. Amerika geht diesmal leer aus. Wie immer beim Mond: bloßes Auge ohne Gefahr, Fernglas willkommen, und ein warmer Mantel als einzig zwingende Ausrüstung.
Was die Astrologie darin liest
Dieser verfinsterte Vollmond steht bei 10° Krebs, der Sonne im Steinbock gegenüber: das Herz der Finsternisserie Krebs-Steinbock, die 2028 und 2029 prägt. Der Krebs wacht über das Zuhause, die Erinnerung, die nährenden Bindungen; der Steinbock über das Werk und die lange Zeit. Dass eine totale Finsternis auf dieser Achse genau an dem Abend fällt, an dem ein Jahr sich schließt, hätte die Tradition sich nicht besser ausdenken können.
Eine Mondfinsternis liest sich wie ein lauter gestellter Vollmond: eine Stunde sanfter Wahrheit, in der sich zeigt, was still gereift ist, im vollen Licht. Diese hier lädt zu einer intimen Bilanz ein: was das Zuhause, im weiten Sinne, dieses Jahr getragen hat; was der Ehrgeiz gekostet oder gebracht hat. Kein Vorzeichen für das kommende Jahr: nur eine schöne, vom Himmel geschenkte Art, auf das zu blicken, was zu Ende geht.
Und danach?
Der Finsterniskalender endet natürlich nicht am 31. Dezember 2028: Neue Saisons folgen 2029, auf derselben Achse Krebs-Steinbock, darunter mehrere partielle Sonnenfinsternisse. Um mit den nächsten Terminen des Himmels Schritt zu halten, behalte den Kalender der Finsternisse und Vollmonde im Blick.
Häufige Fragen
- Um welche Uhrzeit sieht man den roten Mond am 31. Dezember 2028 in Westeuropa?
- Die Totalität dauert von 17:16 bis 18:28 Uhr Berliner Zeit, mit einem Maximum um 17:52 Uhr. Der Mond geht gegen 17:00 Uhr im Nordosten auf, bereits verfinstert: Wähle einen freien Nordosthorizont, denn das Schauspiel spielt sich tief über dem Horizont ab, ganz am Anfang des Abends.
- Braucht man eine besondere Ausrüstung, um sie zu beobachten?
- Keine: Eine Mondfinsternis betrachtet man ohne jedes Risiko mit bloßem Auge. Ein Fernglas offenbart die Rot- und Kupfertöne besser, und ein Fotostativ erlaubt es, eine Erinnerung an den letzten Himmel des Jahres festzuhalten.
- Ist eine Finsternis am Silvesterabend außergewöhnlich?
- Sie ist selten und eher bezaubernd: Von Europa aus sichtbare totale Mondfinsternisse lassen sich schon an den Fingern eines Jahrzehnts abzählen, also ist eine Totalität, die genau auf den Silvesterabend fällt, mit einem verfinstert aufgehenden Mond, ein schöner Kalenderzufall.