Mondkalender · Finsternisse
Die Sonnenfinsternis vom 17. Februar 2026 ein Feuerring am Ende der Welt.
Am 17. Februar 2026 zieht der Mond vor der Sonne vorbei, ohne sie vollständig zu verdecken: eine ringförmige Finsternis, die einen Lichtring um die dunkle Scheibe herum leuchten lässt. Der Ring zeigt sich nur von der Antarktis aus; der Süden Argentiniens und Chiles sowie das südliche Afrika sehen eine partielle Finsternis. Von Westeuropa aus ist nichts zu beobachten. Das Maximum liegt gegen 12:12 Uhr UTC, bei 29° Wassermann.
Das Wichtigste
- Datum
- 17. Februar 2026
- Typ
- ringförmige Sonnenfinsternis
- Maximum
- 12:12 Uhr UTC, also 13:12 Uhr in Berlin
- Ring sichtbar von
- nur von der Antarktis
- Partielle sichtbar von
- dem Süden Argentiniens und Chiles, dem südlichen Afrika, dem Südpolarmeer und dem Indischen Ozean; nicht von Westeuropa
- Besetztes Zeichen
- Sonne und Mond bei 29° Wassermann
Was passiert an diesem Tag?
Eine Sonnenfinsternis ist immer ein Neumond, der genau zielt: Der Mond zieht exakt zwischen die Erde und die Sonne. An diesem 17. Februar steht er allerdings weit von uns entfernt auf seiner Umlaufbahn, nahe seinem Apogäum. Seine scheinbare Scheibe ist dann etwas zu klein, um die ganze Sonne zu bedecken: Statt des vollständigen Schwarz einer totalen Finsternis bleibt ein Lichtkreis um die Mondsilhouette übrig. Dieser „Feuerring" gibt der ringförmigen Finsternis ihren Namen.
Die Geometrie des Tages neigt sich stark nach Süden: Die Achse der Ausrichtung streift die Erde nahe dem Pol, und die Zone der Ringförmigkeit überzieht die Antarktis. Es ist eine Finsternis für Pinguine, Überwinterer in den Polarstationen und einige gut positionierte Schiffe.
Wo und wie beobachtet man sie?
Der vollständige Ring spielt sich über dem antarktischen Kontinent ab, mitten im südlichen Sommer. Rund um diese Zone bleibt eine partielle Finsternis von der Südspitze Amerikas aus sichtbar (argentinisches und chilenisches Patagonien), vom südlichen Afrika aus (Namibia, Botswana, Südafrika) und von den Inseln des Südpolarmeers und des Indischen Ozeans. Europa sieht gar nichts: Von Westeuropa aus bleibt die Sonne an diesem Februardienstag vollkommen rund.
Wenn du dich in einer betroffenen Region befindest, kennt die Regel keine Ausnahme: Man blickt niemals mit bloßem Auge in die Sonne, auch nicht bei starker Verdeckung. Nötig sind zertifizierte Finsternisbrillen nach ISO 12312-2, oder eine indirekte Projektion (ein kleines Loch in einem Karton, das das Sonnenbild auf den Boden wirft). Von Westeuropa aus bleiben die Live-Übertragungen der Sternwarten die einfachste Option.
Was die Astrologie darin liest
Dieser verfinsterte Neumond steht im allerletzten Grad des Wassermanns, einem Luftzeichen, das mit dem Kollektiv, mit zirkulierenden Ideen, mit gewählten Bindungen verbunden ist. Die Tradition liest Sonnenfinsternisse wie unterstrichene Neumonde: einen stärker betonten Anfang als sonst, dessen Wirkungen sich über mehrere Monate entfalten statt über den Vier-Wochen-Zyklus.
Zeichenseitig eröffnet sie auch die Serie Löwe-Wassermann, die die Finsternisse von 2026 und 2027 rhythmisieren wird, während die Serie Jungfrau-Fische sich dem Ende zuneigt. Ein letzter Grad ist eine Schwelle: Etwas aus einem alten Kapitel endet, damit das Folgende den Raum hat zu existieren. Es liegt an jedem, zu schauen, wo in seinem eigenen Leben diese Schwelle nachklingt; die Finsternis datiert nichts, sie färbt.
Und die nächste?
Finsternisse reisen paarweise, im Abstand von zwei Wochen, gerade so lange, wie der Mond braucht, um von der Sonne zum Schatten der Erde zu wechseln. Dieser folgt eine totale Mondfinsternis am 3. März 2026, mit fast einer Stunde rotem Mond über dem Pazifik, Ostasien, Australien und Amerika. Dieselbe Finsternissaison, vom anderen Ende des Mondzyklus aus betrachtet.
Häufige Fragen
- Wird die Finsternis vom 17. Februar 2026 in Westeuropa sichtbar sein?
- Nein, überhaupt nicht. Der Ring bildet sich nur über der Antarktis, und die partielle Phase bleibt auf die Südhalbkugel beschränkt: Patagonien, südliches Afrika, benachbarte Ozeane. Von Westeuropa aus geschieht an diesem Tag nichts am Himmel.
- Warum spricht man von einer ringförmigen und nicht von einer totalen Finsternis?
- Weil der Mond an diesem Tag zu weit von der Erde entfernt ist. Nahe seinem Apogäum reicht seine scheinbare Scheibe nicht aus, um die ganze Sonne zu bedecken: Ein Lichtring bleibt um sie herum bestehen. Selbst in diesem Stadium erfordert der verbleibende Glanz zertifizierte Brillen nach ISO 12312-2 zur Beobachtung.