Vollmond
Der Vollmond ist die Phase, in der Sonne und Mond einander auf gegenüberliegenden Seiten der Erde gegenüberstehen, in Opposition. Die uns zugewandte Mondseite erscheint dann vollständig beleuchtet und zeigt sich die ganze Nacht als runde, leuchtende Scheibe. Es ist der Höhepunkt des Zyklus. Die Tradition verbindet ihn mit dem Gipfel, mit dem, was zur Reife kommt, und mit dem Moment, loszulassen, was seine Rolle bereits erfüllt hat.
Wie du ihn erkennst
Beim Vollmond siehst du den Mond genau dann im Osten aufgehen, wenn die Sonne untergeht, um dann die ganze Nacht den Himmel zu durchqueren, bis er bei Sonnenaufgang untergeht. Seine Scheibe erscheint dir vollkommen rund und leuchtend, weil die Sonne ihn von vorn beleuchtet, genau hinter deinem Rücken. Es ist die am leichtesten zu beobachtende Phase, selbst in der Stadt.
Wozu die Tradition dich einlädt
Sät der Neumond, beleuchtet der Vollmond, was gewachsen ist. Du kannst eine Bilanz zu einer früher formulierten Absicht ziehen, kosten, was gereift ist, oder loslassen, was noch schwer wiegt. Viele Menschen lieben es, in dieser Nacht zu spazieren, zu schreiben oder einfach den Himmel zu betrachten. Eine Einladung zu einer leuchtenden Pause, keine Regel.