Glossar Mond

Finsternis

Eine Finsternis tritt auf, wenn ein Neumond oder Vollmond nahe an den Mondknoten fällt, den beiden Punkten, an denen die Mondbahn die scheinbare Bahn der Erde um die Sonne kreuzt. Beim Neumond bedeckt der Mond dann die Sonne (Sonnenfinsternis), beim Vollmond verhüllt der Erdschatten den Mond (Mondfinsternis). Die Tradition sieht darin einen verstärkten Schwellenmoment, der eine Wende markiert.

Warum es nicht jeden Monat passiert

Jeder Monat bringt einen Neumond und einen Vollmond, aber die Mondbahn ist leicht geneigt, sodass sie fast immer etwas über oder unter der Sonne-Erde-Achse verläuft. Eine Finsternis geschieht nur, wenn diese Ausrichtung nahe an einem Knoten fällt. Um sie zu beobachten, prüfe immer die Sicherheitshinweise für den Blick zur Sonne.

Wozu die Tradition dich einlädt

Wo die Alten diese verdunkelten Himmel manchmal fürchteten, liest die heutige Tradition die Finsternis als verstärkte Schwelle, eine ausgeprägtere Kurve als sonst. Du kannst sie mit Ruhe empfangen, beobachten, was nach Veränderung ruft, ohne eine große Entscheidung zu überstürzen. Eine Einladung, achtsam zu bleiben, keine Regel und kein Omen, das man fürchten müsste.