Glossar Mond

Mondphase

Eine Mondphase ist eine der Erscheinungsformen, die der Mond im Verlauf eines Zyklus von etwa 29,5 Tagen annimmt, während sich der Winkel zwischen Sonne, Erde und Mond verändert. Der sichtbare beleuchtete Anteil wandert vom Neumond (dunkle Scheibe) zum Vollmond (ganze Scheibe) und dann wieder zurück ins Dunkel. Die Tradition liest diesen Zyklus wie einen Atemzug, vom ersten Schwung über die Reife bis zum Loslassen.

Was du am Himmel siehst

Der Mond erzeugt kein eigenes Licht, du siehst den Teil seiner Oberfläche, den die Sonne beleuchtet und der dir zugewandt ist. Steht er am Himmel nahe der Sonne, blickt dich seine dunkle Seite an. Steht er ihr gegenüber, siehst du ihn voll. Zwischen diesen beiden Momenten wächst die Sichel und wird dann wieder schmaler, und derselbe Zyklus wiederholt sich jeden Monat.

Wozu die Tradition dich einlädt

Viele Kulturen haben ihre Rhythmen auf diesen Zyklus abgestimmt, säen, ernten, ruhen. Du kannst ihn wie einen inneren Kalender nutzen, in dem der Neumond deine Absichten aufnimmt und der Vollmond zeigt, was gereift ist. Nimm es als Einladung, einem Rhythmus zu folgen, nicht als Regel, und fühle dich frei, ihn auf deine eigene Art zu bewohnen.