Im Garten · Mai
Gärtnern mit dem Mond im Mai Mai
Der Mai ist der Monat der großen Auspflanzungen. Die Mondkalender-Tradition gibt dem absteigenden Mond die Hauptrolle: Er nimmt das Auspflanzen von Tomaten, Zucchini und Auberginen auf, sobald die letzten Fröste vorbei sind. Bei aufsteigendem Mond säst du Bohnen, Kürbis und Zuckermais direkt ins Freiland und führst Radieschen und Salate in kleinen Serien fort. In wenigen Wochen wechselt der Garten die Größenordnung.
Das Wichtigste
- Aussaat
- direkt ins Freiland: Bohnen, Kürbis, Zuckermais; in Serien: Radieschen, Salate, Karotten
- Schnitt, Pflanzung
- Tomaten, Zucchini, Auberginen, Basilikum nach den letzten Frösten auspflanzen
- Ernte
- Radieschen, Salate, Erbsen, erste Erdbeeren
- Losung des Monats
- umpflanzen
Das Gartenjahr im Mai nach der Mondkalender-Tradition
Der absteigende Mond wird zum großen Fenster des Monats: Der angeblich zu den Wurzeln zurückfließende Saft macht ihn für die Tradition zum Moment des Auspflanzens. Tomaten, Zucchini, Auberginen, Basilikum: alles, was seit dem Winter im Warmen gewachsen ist, kommt ins Freiland, sobald die letzten Kälteeinbrüche vorbei sind. Die Tradition liest darin ein sichereres Anwachsen, weil sich die Pflanze zuerst um ihre Wurzeln kümmert und dann um ihre Blätter.
Der aufsteigende Mond behält die Aussaaten: Bohnen und Kürbis direkt in erwärmten Boden, Zuckermais, und die Serien von Radieschen, Salaten und Karotten, die man alle zwei bis drei Wochen neu ansetzt, um die Ernten zu strecken. Auch bei aufsteigendem Mond erntet die Tradition Erdbeeren und Erbsen, wenn der Saft hoch steht.
Tomaten, Bohnen, Erdbeeren: die Kulturen des Monats
Die Bohne ist der Star der Fruchttage: In Nestern in bereits warme Erde gesät, keimt sie in einer Woche und verzeiht fast alles. Die Tomate, an einem Fruchttag und bei absteigendem Mond ausgepflanzt, wenn du dem vollständigen Raster folgen willst, braucht vor allem eine Rankhilfe, die am selben Tag gesetzt wird: sie später anzubringen bedeutet, die Wurzeln zu verletzen.
Salate und Radieschen laufen weiter über Blatttage und Wurzeltage, in kleinen Mengen. Die Tradition lädt dazu ein, wenig und oft zu säen statt viel auf einmal: Der Mondkalender, mit seinen Fenstern, die zu jeder Mondphase wiederkehren, passt sich diesem Serien-Rhythmus ganz natürlich an.
Die Geste des Monats: die Tomate tief einpflanzen
Wenn du eine Tomatenpflanze auspflanzt, vergrab den Stängel bis zu den ersten echten Blättern, auch wenn das brutal wirkt: Entlang des gesamten eingegrabenen Teils bildet die Tomate neue Wurzeln, und die Pflanze gewinnt an Verankerung wie an Trockenresistenz. Grab tief, gieß den Boden des Pflanzlochs großzügig, dann pflanze.
Im Topf gilt dieselbe Geste: Wähl ein Gefäß von mindestens dreißig Zentimetern Tiefe und vergrab den Stängel auf dieselbe Weise. Eine gut gepflanzte Balkontomate gibt mehr her als eine Gartentomate, die nur so hingesetzt wurde.
Was die Versuche zeigen
Agronomische Versuche konnten die Effekte, die die Tradition den Mondphasen auf Anwachsen oder Ertrag zuschreibt, nie reproduzierbar nachweisen. Was der Maikalender dir handfest bietet, ist eine Abfolge: Auspflanzen, Aussaat, Serien, jedes zu seiner Zeit, und der Garten kommt ohne Hektik voran.
Häufige Fragen
- Was sind die Eisheiligen?
- Eine alte Bauernregel: Tage Mitte Mai (Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die „Kalte Sophie"), denen man die letzten Fröste zuschreibt, nach denen man kälteempfindliche Pflanzen erst nach draußen stellt. Das genaue Datum zählt weniger als die Idee: Solange in deiner Region noch kalte Nächte möglich sind, warten die Tomaten. Der lokale Wetterbericht entscheidet besser als der alte Spruch.
- Bei aufsteigendem oder absteigendem Mond auspflanzen?
- Bei absteigendem Mond, sagt die Tradition: Der Saft soll zu den Wurzeln zurückfließen und das Anwachsen begünstigen. Passt das Fenster nicht zu deinem Wetter oder deinem Wochenende, pflanz trotzdem aus: Eine bei mildem Wetter gesetzte und gut gegossene Pflanze schlägt eine, die auf den perfekten Mond wartet.