Blauer Mond
Ein Blauer Mond ist im modernen volkstümlichen Sinn der zweite Vollmond eines Kalendermonats, im älteren Sinn der Almanache der dritte Vollmond einer Jahreszeit, die deren vier zählt. Das Phänomen entsteht, weil der Mondmonat mit 29,5 Tagen etwas kürzer ist als die meisten Kalendermonate. Der englische Ausdruck "once in a blue moon" sagt dieselbe Seltenheit, die etwa alle zwei bis drei Jahre wiederkehrt.
Zwei Definitionen
Die ältere, aus den amerikanischen Bauernalmanachen stammend, nannte den dritten Vollmond einer Jahreszeit mit vier Vollmonden Blauen Mond. Die heute verbreitetere, entstanden aus einer vereinfachten Lesart eines Artikels von 1946, nimmt den zweiten Vollmond desselben Monats. Beide bestehen nebeneinander, je nachdem, welche Regel du wählst, kann dasselbe Jahr null oder einen Blauen Mond haben.
Warum "blau"
Der Mond ist fast nie blau, die Farbe ist ein Sprachmissbrauch. Das Wort meint vor allem die Seltenheit, wie im englischen "once in a blue moon". Dennoch erscheint der Mond manchmal wirklich bläulich, nach einem großen Vulkanausbruch oder einem ausgedehnten Waldbrand, wenn Partikel einer bestimmten Größe das rote Licht herausfiltern. Das ist selten und hat keinerlei Zusammenhang mit dem Kalender.
Quellen
- , Sky & Telescope (1946)