Mondkalender · März

Der Mond im März März

Der März ist der Monat, in dem der Mond die Jahreszeit wechselt: Die Mondphase überschreitet die Tagundnachtgleiche, die Nächte sind nicht mehr länger als die Tage, der Boden taut auf. Die Tradition der Bauernkalender nennt seinen Vollmond Wurmmond, nach den Regenwürmern, die in den sich erwärmenden Boden zurückkehren. Fällt er nach der Tagundnachtgleiche, ist er der österliche Vollmond, der das Osterdatum festlegt.

Das Wichtigste

Traditioneller Vollmond
Wurmmond: die Rückkehr der Regenwürmer in den aufgetauten Boden, ein Erwachungszeichen für die Bauernkalender
Jahreszeit
Frühlingsbeginn (Nordhalbkugel), die Mondphase überschreitet die Tagundnachtgleiche
Schlüsselwort des Monats
das Erwachen
Besonderheit
der erste Vollmond nach der Tagundnachtgleiche dient als Bezugspunkt für die Berechnung des Osterdatums

Welche Mondstimmung bringt der März?

Der März ist der Monat des Gleichgewichts: Rund um die Tagundnachtgleiche wiegen Tag und Nacht gleich schwer, und dann setzt sich das Licht durch. Der Mond geht dort über einer Landschaft im Übergang auf, Äste noch kahl, doch Knospen bereits geschwollen, und die Abendluft trägt den ersten Duft aufgewühlter Erde. Die Nächte bleiben kühl, oft klar: Die Beobachtung ist hier noch angenehm, vor den späten Sommerabenden.

Es ist zugleich der letzte Monat, in dem der Vollmond wirklich hoch am Himmel steigt. Während die Sonne wieder an Höhe gewinnt, verliert er: Diesen Wechsel von Monat zu Monat zu verfolgen, ist eine der schönsten Arten, die Mechanik der Jahreszeiten zu spüren.

Warum „Wurmmond“?

Wenn der Boden auftaut, steigen die Regenwürmer an die Oberfläche, und mit ihnen kehren die Amseln und die ersten Vögel zurück, die sich von ihnen ernähren. Für die Völker und Bauern, die diesen Monden ihren Namen gaben, war das das verlässlichste Zeichen des Erwachens: Der Vollmond im März wurde zum Wurmmond.

Andere Namen kursierten je nach Region: der „Saftmond“, wenn der Ahorn wieder zu fließen beginnt, oder der „Rabenmond“, wenn sein Ruf das Ende des Winters ankündigt. Alle sagen dasselbe: Unter dem schmelzenden Schnee hat sich etwas wieder in Bewegung gesetzt.

Welche sanften Rituale passen zu diesem Mondmonat?

Die Tradition verbindet die Tagundnachtgleiche mit dem großen Ausmisten: Man öffnet die Fenster, räumt Überflüssiges beiseite, schafft Platz für die kommende Jahreszeit. Du kannst diesen Frühjahrsputz auf die Mondphase abstimmen und den Vollmond nutzen, um Bilanz zu ziehen über das, was seit Januar gekeimt ist.

Es ist auch ein guter Monat für Spaziergänge in der Dämmerung: Die Nacht bricht noch früh genug herein, um den Mondaufgang auf dem Heimweg zu erleben, und die Welt verändert sich von Woche zu Woche. Notiere, was du blühen siehst; dein Mondtagebuch wird zu einem Herbarium der Beobachtungen.

Und im Garten?

Der März läutet die eigentliche Aussaat ein: Unser Gartenkalender für März folgt dem Mond Tag für Tag, um zur richtigen Zeit zu säen, zu pikieren und zu schneiden.

Häufige Fragen

Warum heißt der Vollmond im März Wurmmond?
Weil die Tauwetterzeit die Regenwürmer an die Oberfläche zurückbringt, das erste greifbare Zeichen eines erwachenden Bodens. Die nordamerikanischen Bauernkalender behielten diesen Namen bei; je nach Region sprach man auch vom „Saftmond“ oder „Rabenmond“.
Welche Verbindung besteht zwischen dem Mond im März und dem Osterdatum?
Ostern fällt auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Kommt der Vollmond im März nach der Tagundnachtgleiche, dient er als Bezugspunkt; andernfalls ist es der Vollmond im April. Deshalb wandert das Osterdatum von Jahr zu Jahr so stark.
Wann ist der Vollmond im März?
Das Datum wechselt jedes Jahr, da der Mondzyklus von rund 29,5 Tagen nicht dem Kalender folgt. Die genauen Daten der laufenden Mondphase erscheinen oben auf dieser Seite, und die Seite zum nächsten Vollmond führt die Zählung.

Quellen

  • Traditionelle Bauernalmanache (Vollmondnamen)
  • Maria Thun, Aussaattage