Mondkalender · August

Der Mond im August August

Im August werden die Nächte endlich wieder länger und finden zu echter Dunkelheit zurück: Der Sommerhimmel entfaltet sich neu, zur Monatsmitte durchzogen von den Sternschnuppen der Perseiden. Der Vollmond des Monats heißt Störmond, benannt nach diesem riesigen, uralten Fisch, den man damals in großer Zahl in den Großen Seen fing. Ein Monat ruhiger Tiefe, zwischen Erntezeit und Sommerausklang.

Das Wichtigste

Traditioneller Vollmond
der Störmond
Herkunft des Namens
der reiche Störfang in den Großen Seen am Ende des Sommers
Jahreszeit
Spätsommer, die Nächte werden wieder länger
Am Himmel
die Perseiden zur Augustmitte, manchmal vom Mondlicht überstrahlt
Schlüsselwort des Monats
die Tiefe

Die Mondstimmung im August

Der August markiert eine stille Wende: Die Nächte werden jeden Tag um mehrere Minuten länger und finden zu echter Dunkelheit zurück, die Juni und Juli verwässert hatten. Die Milchstraße wird abseits der Städte wieder sichtbar, und der Mond findet einen Rahmen aus voller Nacht für seine Auf- und Untergänge.

Es ist auch der Monat der Perseiden, des Sternschnuppenschwarms, der zur Augustmitte seinen Höhepunkt erreicht. Der Mond entscheidet maßgeblich über das Schauspiel: eine mondlose Nacht enthüllt Dutzende Meteore pro Stunde, ein Vollmond löscht die meisten davon aus. Guter Grund, die Mondphase in diesem Monat genau zu verfolgen.

Warum „Störmond“?

Der Name stammt von den Ufern der nordamerikanischen Großen Seen: Am Ende des Sommers ließ sich der Stör, ein riesiger Fisch, der mehr als zwei Meter erreichen kann, in großer Zahl fangen und ernährte die Gemeinschaften für die kalte Jahreszeit. Die Bauernkalender übernahmen diesen Namen aus jenen, die indigene Völker diesem Mond gaben.

Das Tier verdient einen genaueren Blick: Die Linie der Störe schwimmt seit mehr als hundert Millionen Jahren, lange vor den ersten Blüten. In Europa nannte man denselben Vollmond eher Kornmond oder Gerstenmond, im Takt der Ernte. Auch hier gab jede Landschaft ihrem Himmel ihren eigenen Namen.

Die sanften Rituale des August

Das Ritual des Monats braucht nur eine im Gras ausgebreitete Decke: dich in einer Nacht der Augustmitte hinzulegen, deine Augen etwa zwanzig Minuten lang an die Dunkelheit gewöhnen zu lassen und Sternschnuppen zu zählen. Blendet der Mond zu sehr, warte, bis er untergeht, oder kehre ihm den Rücken zu, um deine Nachtsicht zu bewahren.

Es ist auch ein schöner Monat, um Bilanz zu ziehen: Die Tradition verbindet den August mit den ersten Ernten und lädt dazu ein, zu betrachten, was seit dem Frühling gereift ist, in der Erde wie in deinen Projekten. Eine bei Vollmond geschriebene Tagebuchseite genügt völlig.

Und im Garten?

Im Garten erntet der August in vollen Zügen, sät Spinat und Feldsalat für den Herbst und nimmt Stecklinge im Schatten: die Schritt-für-Schritt-Anleitung erwartet dich im Mondgartenkalender für August.

Häufige Fragen

Ist der Vollmond im August ein Supermond?
Manche Jahre ja, andere nicht: Alles hängt von der Entfernung Erde-Mond genau zum Zeitpunkt des Vollmonds ab, die von Monat zu Monat schwankt. Fallen beide zusammen, wirkt die Scheibe etwas größer und heller, ohne dass der Unterschied sofort ins Auge springt.
Stört der Mond die Beobachtung der Perseiden?
Ja, wenn er zur Augustmitte voll oder fast voll ist: Sein Glanz löscht die schwächeren Sternschnuppen aus. Die besten Jahre sind jene, in denen der Neumond nahe dem Maximum fällt. Prüfe die auf dieser Seite angegebene Mondphase, bevor du deine Nacht im Freien planst.

Quellen

  • Traditionelle Bauernalmanache (Vollmondnamen)
  • Maria Thun, Aussaattage