Schicksalslinie
Die Schicksalslinie, auch Saturnlinie genannt, ist die senkrechte Linie, die von der Handbasis zum Mittelfinger aufsteigt. Die chiromantische Tradition liest darin das Verhältnis zum eigenen Weg, Berufung, Lebensrichtung, das Gefühl, auf das zuzugehen, was zählt. Viele Hände tragen sie nicht, oder nur in Fragmenten, ohne dass dies etwas über den Wert eines Weges aussagt.
Wo du sie findest
Such eine senkrechte Linie, die von unten aus der Handfläche zur Basis des Mittelfingers aufsteigt, dem Finger des Saturn, daher ihr anderer Name, Saturnlinie. Sie kann vom Handgelenk, von der Lebenslinie oder vom Mondhügel ausgehen. Auf vielen Händen erscheint sie nur in Fragmenten.
Was die Tradition darin liest
Cheiro sah darin den Faden des Weges, das Verhältnis zur Arbeit, zur Berufung, zum Gefühl, irgendwohin zu gehen. Eine durchgehende Linie spräche von einem früh gehaltenen Kurs, Unterbrechungen oder Abweichungen von Neuausrichtungen, von gewählten oder durchlebten Wendepunkten. Jede Unterbrechung wird als ein Kapitel gelesen, das sich schließt, und ein anderes, das sich öffnet.
Fehlt sie auf deiner Hand
Ihre Abwesenheit hat nichts von einem schlechten Zeichen. Die Tradition liest darin eher einen Weg, der sich im Gehen erfindet, ohne im Voraus verlegte Schienen. Trägt deine Handfläche sie nicht oder nur wenig, nimm es als Einladung, deine Richtung baut sich mit deinen Entscheidungen auf, und deine Hand bewahrt lediglich ihre Spur.
Quellen
- , Cheiro’s Language of the Hand (1894)