Glossar Handlesekunst

Handballen

Die Handballen sind die fleischigen Polster der Handfläche, an der Fingerbasis und an ihren Rändern gelegen. Die chiromantische Tradition benennt sie nach den Gestirnen, Venus, Jupiter, Saturn, Apollo, Merkur, Mars und der Mond. Ihre Erhebung, mehr oder weniger ausgeprägt, wird als Landkarte der Temperamente gelesen, jeder Handballen verleiht der Hand eine eigene Tonlage, von der venushaften Wärme bis zur mondhaften Vorstellungskraft.

Die Landkarte der sieben Handballen

Unter jedem Finger und an den Rändern deiner Handfläche erheben sich kleine Polster. Die Tradition setzt Jupiter unter den Zeigefinger (Ehrgeiz), Saturn unter den Mittelfinger (Tiefe), Apollo unter den Ringfinger (Kreativität), Merkur unter den kleinen Finger (Austausch). Venus umgibt die Daumenbasis (die Wärme des Herzens), der Mond nimmt den gegenüberliegenden Rand ein (die Vorstellungskraft), und Mars hält die Mitte (der Mut).

Wie du sie liest

Benham hat seine ganze Methode auf die Handballen gebaut, für ihn zeigte der am stärksten entwickelte Handballen den dominierenden Typ einer Person an. Fahr mit dem Daumen über deine Handfläche und spür, wo das Fleisch voller wird, wo es zurückhaltend bleibt. Ein ausgeprägter Handballen verliehe der ganzen Hand seine Tonlage, wie eine Note, die einen Akkord färbt.

Quellen

  • William G. Benham, The Laws of Scientific Hand Reading (1900)