Glossar Chinesische Astrologie

Yin und Yang (陰陽)

Yin und Yang (陰陽) sind die beiden einander ergänzenden Pole des chinesischen Denkens, und in der Astrologie färben sie jedes Element und jedes Jahr. Yang ist aktiv, hell, ausdehnend, Yin ist empfangend, dunkel, zusammenziehend. Über den sechzigjährigen Zyklus wechselt sich die Polarität streng Jahr für Jahr ab, auf ein Yang-Jahr folgt immer ein Yin-Jahr. Jahre, die auf eine gerade Ziffer enden, sind Yang, jene, die auf eine ungerade Ziffer enden, sind Yin, wodurch jedes Tier genau eine feste Polarität trägt.

Der Wechsel, der alles taktet

Stell dir einen regelmäßigen Herzschlag vor: ein Yang-Jahr, ein Yin-Jahr, nie zweimal hintereinander dasselbe. Deshalb trägt ein bestimmtes Tier immer nur eine Polarität. Ratte, Tiger, Drache, Pferd, Affe und Hund sind Yang, Büffel, Hase, Schlange, Ziege, Hahn und Schwein sind Yin. Die Polarität ist kein Urteil, sie ist eine Art, sich zu bewegen.

Was deine Polarität verrät

Ist dein Jahr Yang, gehst du auf die Welt zu, handelst du, gibst du den Impuls, ist es Yin, empfängst du, reifst du, lässt du die Dinge kommen. Keines von beiden ist besser. Das Tao entsteht gerade aus diesem Hin und Her, aus der Nacht, die zum Tag wird und wieder zur Nacht. Deine natürliche Neigung zu spüren hilft dir, nicht gegen dich selbst anzukämpfen.

Quellen

  • Chinesische Tradition
  • Laotse, Tao Te King