Unbewegter Mond
Man sagt, der Mond sei unbewegt (frei von Aspekten), wenn er keinen weiteren Hauptaspekt mit einem anderen Planeten mehr bildet, bevor er sein Zeichen verlässt. Dieser Zeitraum reicht vom letzten exakten Aspekt bis zum Eintritt des Mondes ins nächste Zeichen. Die horarische und elektionale Astrologie beobachtet ihn genau: Traditionell vermeidet man Entscheidungen und Neuanfänge, wie in einer Zwischenzeit, in der „nichts geschieht“.
Eine Pause am Himmel
Stell dir den Mond vor, der seine Gespräche in einem Zeichen beendet hat und einfach darauf wartet, die Schwelle zu überschreiten. Er tauscht sich mit niemandem mehr aus, er gleitet. In diesem Zwischenraum rieten die Alten, nichts zu unterschreiben, nichts zu beginnen, nichts zu entscheiden: Was man dort unternimmt, neigt dazu, ohne Fortsetzung zu bleiben oder nicht wie geplant zu gelingen.
Ein Fenster zum Atmen
Statt ihn zu fürchten, kannst du aus dem unbewegten Mond eine sanfte Pause machen. Es ist eine gute Zeit für Aufgaben ohne Einsatz, für Ruhe, für Tagträume, für Aufräumarbeiten. Die Dauer variiert stark, von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden. Finde diese Fenster in einem Mondkalender und lass sie sein, was sie sind: eine fruchtbare Leerzeit.
Quellen
- , Christian Astrology (1647)
- , Void of Course Moon (1986)