Südknoten (Mondknoten)
Der Südknoten ist einer der beiden Punkte, an denen die Mondbahn die Ekliptik kreuzt, immer gegenüber dem Nordknoten gelegen. Es sind keine Gestirne, sondern berechnete Punkte. In der modernen Astrologie steht der Südknoten für das Vertraute: die angeborenen Gaben, die Automatismen und alten Muster, die ein Mensch eingeladen ist loszulassen. Die karmische Deutung liest darin das bereits beherrschte Gepäck, das vertraut, aber nicht mit der eigenen Lebensrichtung zu verwechseln ist.
Was er dich einlädt loszulassen
Der Südknoten beschreibt, was du bereits kannst, manchmal sogar zu gut. Sein Zeichen und sein Haus zeigen einen Bereich, in den du dich aus Gewohnheit, aus Sicherheitsbedürfnis zurückziehst. Es sind echte Gaben, aber dort zu verharren hindert am Weiterkommen: Die Arbeit besteht darin, sich darauf zu stützen, ohne sich darin einzuschließen.
Im Verhältnis zum Nordknoten
Der Südknoten wird nie allein gelesen: Er bildet eine Achse mit dem Nordknoten, seinem genauen Gegenpol. Der Süden ist das Erworbene und Vertraute; der Norden das noch zu erkundende Unbekannte. Der eine ohne den anderen ergibt keinen Sinn, und die ganze Bewegung besteht darin, den Süden Schritt für Schritt zu verlassen, um sich dem Norden zuzuwenden.
Quellen
- , The Inner Sky (1984)