Mondkalender · Fische · Wasser
Neumond in den Fischen.
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Ein Neumond in den Fischen entsteht, wenn Sonne und Mond sich im Zeichen Fische treffen, ungefähr einmal im Jahr. Der nächste fällt auf den 8. März 2027. Die Tradition liest ihn als einen Moment der Aussaat im Register des Zeichens: Der letzte Same des Zyklus legt sich ins Unsichtbare, auf die Seite der Träume, der fruchtbaren Ruhe und der Vergebung.
Was diese Mondphase färbt
Es ist der letzte Neumond des Tierkreiszyklus, kurz bevor der Widder das Rad neu antreibt: eine Schwelle mehr als ein Aufbruch. Die Fische sind veränderliches Wasser, das Zeichen des zwölften Hauses: die Träume, das diffuseste innere Leben, die Rückzüge, das Mitgefühl, alles, was geschieht, wenn man aufhört zu wollen. Hier zu säen verwirrt praktische Gemüter: Der Same der Fische hat keine klare Form, und das ist seine Natur. Man pflanzt hier eine Qualität des Seins mehr als ein Ziel: mehr Sanftheit sich selbst gegenüber, eine kontemplative Praxis (träumen, meditieren, umherstreifen, jeder sein eigenes Wasser), eine Vergebung, die man sich endlich vorzustellen entscheidet, ein Hören auf die Intuition, die man zu lange zum Schweigen gebracht hat. Die Stimmung dieser Mondphase ist porös: Grenzen werden dünner, nächtliche Träume sprechen lauter, die Sensibilität nimmt alles auf, das Beste wie das Zuviel. Die Tradition liest darin den Moment der fruchtbaren Auflösung: bevor man neu beginnt, ablegen. Demetra George beschreibt die dunkle Mondphase als die Zeit, in der sich das Alte zu Kompost verwandelt, um das Neue zu nähren; bei den Fischen wird dieses Kompostieren fast greifbar. Erwarte von dieser Mondphase keinen Plan: Erwarte von ihr klares Wasser. Was in dir verlangt danach, vergeben, abgelegt oder einfach ruhen gelassen zu werden? Säe das: Auch Ruhe ist eine Absicht. Das Rad wird bald genug wieder anlaufen, und du wirst leichter von dem weiterziehen, was du hier aufzulösen bereit warst.
Ein Ritual, um ihn willkommen zu heißen
Bereite am Abend des Neumonds deinen Schlaf wie eine Reise vor: ein beruhigtes Zimmer, ein Notizbuch und ein Stift in Reichweite, und bevor du das Licht löschst, eine sanft an die Nacht gestellte Frage (nur eine, offen). Notiere beim Aufwachen alles, was vom Traum übrig ist, auch nur drei Bilder ohne Zusammenhang: Bei den Fischen kommen die Antworten in der Sprache des Wassers, man muss sie einsammeln, bevor sie verdunsten. Gönn dir tagsüber einen ziellosen Moment: Musik im Liegen, ein langsamer Spaziergang, ein Bad. Formuliere deine Absicht ganz einfach („ich lasse los ...“, „ich empfange ...“) und sag sie einmal leise, wie man der Strömung etwas anvertraut.
Drei Fragen für dein Tagebuch
- Was habe ich noch nicht vergeben (jemandem, oder mir selbst), und was verändert dieses Gewicht in meinen Tagen?
- Wann hatte meine Intuition recht gegen meine Vernunft, und was mache ich heute mit dieser Stimme?
- Wenn ich mir vor dem Frühling eine echte Rückzugszeit gönnen würde, wie würde sie aussehen?
Weitere Fragen warten auf dich auf der Schreibseite des Neumond.
Und der Vollmond im selben Zeichen: Vollmond in den Fischen, oder der ganze Mondkalender.