Absteigender Mond
Der absteigende Mond bezeichnet die Zeitspanne von etwa dreizehn Tagen, in der der Mond jeden Tag ein wenig weniger hoch am Himmel aufgeht, seine Höhe nimmt entlang des Tierkreises ab. Verwechsle ihn nicht mit dem abnehmenden Mond, der den Verlust der Beleuchtung der Scheibe beschreibt, der absteigende spricht von Höhe, der abnehmende von Licht. Die Gartentradition liest darin einen Saft, der wieder zu den Wurzeln hinabsteigt.
Absteigend ist nicht abnehmend
Die Falle ist dieselbe wie beim Aufsteigenden. Der abnehmende Mond verliert Licht zwischen Vollmond und Neumond. Der absteigende Mond dagegen verliert Höhe am Himmel über den Zyklus von etwa 27,3 Tagen. Zwei verschiedene Uhren, die parallel laufen, zu verstehen, in welche Richtung die Höhe geht, verlangt, einem Kalender zu folgen, das Auge allein reicht nicht immer aus.
Was die Gartentradition darin liest
Sinkt der Mond, sagt man, sinkt der Saft wieder zur Basis der Pflanze. Die Tradition sieht darin den richtigen Moment zum Pflanzen, Umpflanzen, Beschneiden, den Boden zu bearbeiten und alles, was die Wurzeln betrifft. Auch hier ist es eine Einladung, deine Gesten an einen Rhythmus anzupassen, kein Versprechen besserer Ernten, deine Pflanzen sind es immer, die urteilen.
Quellen
- , Aussaatkalender