Der lebendige Himmel · Jahreszeiten
Die Fische-Saison der Monat, in dem sich das Jahr auflöst, um wiedergeboren zu werden.
Die Fische-Saison ist der Monat, in dem die Sonne das Sternzeichen Fische durchläuft, ganz am Ende des Winters. Sie betrifft alle, nicht nur die Geborenen: Es ist die letzte Saison des Tierkreiszyklus, kurz vor der Erneuerung durch den Widder. Die kollektive Stimmung wird durchlässiger, verträumter; die Tradition liest darin die Zeit der stillen Bilanzen, der Ruhe und der Vorstellungskraft.
Das Wesentliche
- Saison 2027
- 18. Februar 2027 (22:33) - 20. März 2027
- Saison 2028
- 19. Februar 2028 - 20. März 2028
- Element
- Wasser
- Modalität
- veränderlich: der Übergang zum Frühling
- Herrschender Planet
- Jupiter (und Neptun in der modernen Astrologie)
- Schlüsselwort der Saison
- die Durchlässigkeit
Welche Stimmung bringt die Fische-Saison mit sich?
Es ist der zu Ende gehende Winter: Der Saft steigt, ohne sich schon zu zeigen, die Tage werden merklich länger, und alles lebt in einem Dazwischen. Nicht mehr ganz Winter, noch nicht Frühling. Der Tierkreis endet hier: Die Fische sind sein zwölftes und letztes Sternzeichen, der gehaltene Ton, bevor der Widder den Zyklus wieder anstößt.
Die kollektive Stimmung wird durchlässiger. Die Erschöpfung des Spätwinters ist ganz real, das Licht bleibt gemäßigt, und die Körper zehren von ihren Reserven; aber die Vorstellungskraft dagegen gewinnt an Zugänglichkeit. Träume hinterlassen tiefere Spuren, Kunst berührt leichter, die Grenzen des Alltags werden weniger scharf.
Wozu diese Saison einlädt
Verlangsame ohne Schuldgefühl: Schlaf ausreichend, geh ohne festes Ziel spazieren, lass ein paar Tage lang manche Dinge unfertig. Es ist der Monat, in dem sich das astrologische Jahr schließt; sanft abschließen, was es eröffnet hat, ist besser, als einen letzten Sprint zu erzwingen.
Und nähre die Vorstellungskraft: erschaffe ohne Ziel, notiere deine Träume beim Aufwachen, hör Musik, die etwas überquillt. Die Fische bereiten den Boden für den Widder vor, so wie eine Brache die Ernte vorbereitet: Platz zu schaffen ist schon ein Anfang.
Und wenn du Fisch bist?
Deine Saison ist deine Sonnenrückkehr: Die Sonne kehrt zum Punkt deiner Geburt zurück und eröffnet einen neuen persönlichen Zyklus von zwölf Monaten. Unter dem letzten Sternzeichen geboren zu sein, hat seine eigene Würde: Die Tradition erzählt, dass die Fische ein wenig vom gesamten Tierkreis in sich tragen, so wie eine Flussmündung ein wenig vom ganzen Fluss in sich trägt.
Dein Geburtstag ist also doppelt: Er schließt und beginnt. Eine einfache Geste passt dazu gut: Schreib auf der einen Seite, was du dem Winter überlässt, auf der anderen, was du dem Frühling anvertraust. Keine Vorsatzliste; zwei Spalten, und das Gefühl, eine Schwelle überschritten zu haben.
Wie durchquerst du sie, wenn es nicht dein Zeichen ist?
Wenn du ein kardinales oder Erdzeichen hast, kann dich die allgemeine Unschärfe zur Verzweiflung bringen: Antworten lassen auf sich warten, Pläne verschieben sich, allem scheinen klare Konturen zu fehlen. Behalte einen Anker, eine feste Uhrzeit oder eine Aufgabe pro Tag, und lass den Rest atmen. Die Unschärfe dieser Saison ist keine Panne; sie ist eine Brache.
Ein ehrliches Wort zum Schluss: Wenn die Erschöpfung des Spätwinters wirklich schwer wird, ist das eher eine Frage der Gesundheit als eine Frage des Himmels. Die Saison lädt zum Verlangsamen ein, nicht zum Erlöschen; lerne beides zu unterscheiden, und lass dir helfen, wenn der Zweifel bleibt.
Häufige Fragen
- Warum sind die Fische das letzte Sternzeichen des Tierkreises?
- Weil der tropische Tierkreis mit dem Frühlingsäquinoktium beginnt, mit dem Widder. Die Fische nehmen den vorangehenden Monat ein: Sie schließen den Kreis kurz vor der Wiedergeburt. Die Tradition liest darin das Zeichen der Synthese und der Auflösung, jenes, das den gesamten Zyklus sammelt, bevor es ihn zurückgibt.
- Was tun während der Fische-Saison?
- Verlangsame, schlaf ausreichend, schließe sanft ab, was das Jahr eröffnet hat, und nähre die Vorstellungskraft: notiere deine Träume, erschaffe ohne Ziel, gönn dir Kunst. Es ist eine Saison der Brache; ihr Erfolg misst sich nicht an abgehakten Aufgaben, sondern an Platz, der für das Kommende geschaffen wird.